200 Jahre im Dienst der Menschen: Mit einem festlichen Jubiläumsakt im Kölner Gürzenich hat die Sparkasse KölnBonn ihr Bestehen gefeiert. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft würdigten die Entwicklung des Instituts und blickten zugleich nach vorne. Dazu zählte auch der Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Ralph Elster, der im Interview die besondere Rolle der Sparkassen im Finanzsystem einordnete.

„In mehrfacher Hinsicht besonders“

Im Gespräch machte Elster deutlich, warum Sparkassen anders funktionieren als viele andere Banken. „Sparkassen sind in mehrfacher Hinsicht besonders“, sagte er und verwies zunächst auf die rechtlichen Grundlagen: eigene Sparkassengesetze in den Bundesländern und die besondere Rechtsform als Anstalt des öffentlichen Rechts.

Das habe konkrete Auswirkungen: „Eigentümer sind die Städte und Kommunen und damit die Menschen im Geschäftsgebiet.“ In diesem Fall also Köln und Bonn. Auch die Kontrolle sei demokratisch organisiert: Verwaltungsräte, deren Mitglieder von den kommunalen Parlamenten bestimmt werden, begleiten die Arbeit der Sparkasse. „Alles ganz demokratisch“, so Elster.

Regionale Verankerung schafft Vertrauen

Ein zentrales Thema des Interviews war die enge Bindung an die Region. „Das Geschäftsgebiet von Sparkassen ist regional begrenzt, in unserem Fall auf Köln und Bonn. Das ist einer der Gründe für das große wechselseitige Vertrauen“, erklärte Elster.

Die Sparkasse kenne die Menschen und die wirtschaftlichen Strukturen vor Ort genau. Diese Nähe sei ein entscheidender Vorteil, gerade in Zeiten, in denen viele Finanzentscheidungen zunehmend zentralisiert oder digitalisiert getroffen würden.

Die Oberbürgermeister der Städte Köln, Torsten Burmester (r.), und Bonn, Guido Deus (l.) mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse KölnBonn, Ulrich Voigt (2.v.l.), und dem Verwaltungsratsvorsitzenden Dr. Ralph Elster. Foto: © Stephen Petrat

Für alle da, ohne Ausnahme

Ein weiterer Schwerpunkt: der öffentliche Auftrag der Sparkasse. „Die Sparkasse KölnBonn ist da für alle Menschen, die hier leben – von den finanzstärksten Kunden bis zu den Schwächsten“, betonte Elster.

Das zeige sich ganz konkret im Alltag: Jeder habe das Recht auf ein Girokonto, selbst kleinste Spareinlagen würden angenommen. „Die Sparkasse macht das auch gerne, natürlich in der Hoffnung, dass es auch mal größere Einlagen geben wird“, sagte er mit einem Augenzwinkern.

Auch für Unternehmen sei die Sparkasse ein verlässlicher Partner: „Selbstverständlich wird auch kleinen und großen Unternehmen alles an Service geboten, was für den Betrieb oder die Firmenentwicklung erforderlich ist.“

Gewinne für die Gemeinschaft

Besonders hob Elster einen Punkt hervor, der die Sparkassen deutlich von anderen Instituten unterscheidet: den Umgang mit Gewinnen. „Sparkassen haben eine weitere Besonderheit: Ihre Gewinne fließen nämlich wieder zurück in unsere Städte.“

Während private Banken oder Genossenschaftsbanken ihre Erträge an Anteilseigner ausschütten, komme das Geld hier der Allgemeinheit zugute. Wie konkret das aussieht, wurde beim Jubiläum ebenfalls deutlich: Allein im Jahr 2025 unterstützte die Sparkasse KölnBonn rund 4.000 Projekte in Köln und Bonn mit insgesamt knapp 19 Millionen Euro.

„Es ist wirklich gut, dass es Sparkassen gibt, allein schon wegen dieses regionalen Engagements“, so Elster.

Begleiter durch alle Lebensphasen

Im Interview zeichnete Elster das Bild einer Bank, die Menschen über viele Jahre hinweg begleitet: „Sparkassen bieten allen Menschen in allen Lebensphasen die passenden Bankprodukte.“

Vom ersten Konto über die Finanzierung von Wohneigentum bis hin zur Altersvorsorge, ebenso wie bei Unternehmen von der Gründung über Wachstum bis zur Nachfolge. Dass dieses Modell angenommen wird, zeigen die Zahlen: Rund 900.000 Kundinnen und Kunden vertrauen der Sparkasse KölnBonn.

Dank an die Beschäftigten

Zum Abschluss richtete Elster den Blick auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Das alles kann natürlich nur funktionieren, weil jeden Tag viele Menschen in unserer Sparkasse KölnBonn genau dafür arbeiten“, sagte er.

Sein Dank galt dem gesamten Team: „Sie alle geben jeden Tag ihr Bestes und machen so einen echten Unterschied.“ Damit, so Elster, werde auch der Anspruch der Sparkasse mit Leben gefüllt: „So wird aus all dem ‚Füreinander hier‘.“

Ein Jubiläum mit Botschaft

Der Jubiläumsakt machte deutlich: Die Sparkasse KölnBonn versteht sich nicht nur als Finanzdienstleister, sondern als Teil der regionalen Gemeinschaft. Das Interview mit Dr. Ralph Elster brachte diese Haltung prägnant auf den Punkt und zeigte, warum das Modell Sparkasse auch nach 200 Jahren nichts an Aktualität verloren hat.